Digitalisierung in der Praxis: Der Leitfaden zur TI-Anbindung für Therapeuten

Die Digitalisierung im Heilmittelbereich schreitet unaufhaltsam voran. Dennoch befinden sich viele Praxen der Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie aktuell noch in völlig unterschiedlichen digitalen Phasen. Besonders im Hinblick auf die gesetzliche Anbindungsfrist an die Telematikinfrastruktur (TI) ist es jetzt für Therapeuten an der Zeit, Weichen für die Zukunft zu stellen. Experten-Erfahrungen zeigen: Die digitale Transformation ist keine bürokratische Last, sondern eine enorme Chance zur Entlastung des Praxisalltags. Wer die Evolution der Systeme versteht, verliert die Scheu vor der TI-Anbindung und kann die Digitalisierung in der Praxis aktiv mitgestalten.

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Deine Masterclass im Überblick

  • Dauer: Ca. 65 Minuten
  • Umfang: 2 Lektionen á 35 Min. & 30 Min.
  • Zielgruppe: Praxisinhaber:innen und fachliche Leitungen der Heilmittelbranche.

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In der Masterclass mit Carsten Schilling erwarten dich Einblicke in die Digitalisierung. Mit Hilfe von Carsten erfährst du, wie du deine Praxis digital auf die Telematikinfrastruktur und die eVerordnung vorbereiten kannst.

Die 4 Stufen der Digitalisierung: Wo steht deine Heilmittelpraxis?

Um den aktuellen Stand der Digitalisierung für Therapeuten greifbar zu machen, lässt sich die technologische Entwicklung in vier aufeinander aufbauende Phasen unterteilen. Im Praxisalltag zeigt sich dabei oft eine Vermischung – in einigen Bereichen sind Praxen bereits modern aufgestellt, in anderen dominieren noch veraltete Strukturen.

Die Digitalisierung in der Praxis erfolgt in aufeinander aufbauenden Entwicklungsstufen, die im therapeutischen Alltag oft individuell miteinander verschmelzen:

  • Von der analogen Insellösung zur Cloud: Wie der Heilmittelbereich das Zeitalter des „elektrifizierten Papiers“ hinter sich lässt. Moderne Betriebe nutzen heute eine zentrale Praxisverwaltungssoftware, die Daten bündelt, Berichte automatisiert vorausfüllt und mobiles Arbeiten via Cloud ermöglicht.
  • Der Sprung in die vernetzte Zukunft: In der nächsten Stufe startet die TI-Anbindung über das KIM-Postfach für den sicheren Datenaustausch mit Ärzten. Wohin die Reise bei vollautomatischen Schnittstellen bis zur KI- und sprachgesteuerten Praxisadministration führt – erfährst du in der Masterclass.
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Echter Praxisnutzen: Warum sich die TI-Anbindung lohnt

Die Digitalisierung in der Praxis bringt Therapeuten schon heute messbare Vorteile. Durch den Versand von Therapieberichten via KIM auf Augenhöhe mit den Ärzten steigt nachweislich die professionelle Wahrnehmung der Heilmittelerbringer im medizinischen Sektor.

Mit der eVO und der Weiterentwicklung zur TI 2.0 fallen künftig lästige Medienbrüche und Zettelwirtschaft endgültig weg. Das Einlösen von Verordnungen und die Bestätigung der Behandlungen werden über vier flexible Wege digitalisiert:

  1. Das Stecken der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) im Praxisterminal.
  2. Die Übermittlung und Freigabe direkt über die Krankenkassen-App des Patienten (inklusive automatischer Weiterleitung von Folgeverordnungen).
  3. Die mobile Bestätigung im Heim- oder Hausbesuch, indem die eGK direkt an das Smartphone des Therapeuten gehalten wird.
  4. Die digitale Unterschrift auf einem Unterschriftspad (analog zum Paketboten), falls Karte oder App einmal nicht greifbar sind.

Diese Neuerungen optimieren den Workflow, verhindern den Verlust von Verordnungen und sichern die nahtlose Fortführung von Therapien bei Langzeitpatienten.

Carsten Schilling – Die Logopädie-Praxis Schilling war die erste logopädische Praxis, die an die Telematikinfrastruktur angeschlossen wurden.
Carsten Schilling agiert dort im Management und ist seit Juli 2025 Delegierter für Telematikinfrastruktur des deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl).

FAQs zur Digitalisierung und TI-Anbindung für Therapeuten

Durch eine erfolgreiche TI-Anbindung können Therapeuten der Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie bereits das KIM-Postfach nutzen. Dies ermöglicht den schnellen, datenschutzkonformen Austausch von digitalen Therapieberichten mit Ärzten, spart Portokosten und stärkt die interprofessionelle Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Die Kosten für die TI-Anbindung werden über festgelegte Pauschalen von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) vollständig refinanziert. Nach der Installation stellt der Praxisinhaber einen einfachen Online-Selbstauskunftsantrag. Das Geld wird anschließend quartalsweise (mit einer technisch bedingten Verzögerung) ausgezahlt. 

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